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Prinzen-Schützengesellschaft Borghorst
von 1490 e.V.
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Geschichte
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Die Prinzen-Schützengesellschaft
Borghorst von 1490 e.V.
„De Schütten tho Borchorst“
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Prinzenkompanie von 1895 mit dem König Bernhard Laumann (Pannenküertters Bärnd). Älteste Aufnahme aus dem Prinzen-Archiv
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Auszüge aus der über 500-jährigen Geschichte der Gesellschaft
Es ist überaus interessant, in der uralten Prinzen-Geschichte zu blättern und so manche Begebenheit in Erinnerung zu rufen. Liebe Leser, folgen Sie mir durch das jahrhunderte alte Bilder- und Textbuch der „Schütten tho Borchorst“. Es gibt viele Ereignisse zu beschreiben und Grundsätzliches zum Schützenwesen zu benennen und hervorzuheben. Es können an dieser Stelle nur einige bedeutsame Stationen erwähnt werden, obwohl die Geschichte es verdient gehabt hätte, alle Ereignisse nochmals in Erinnerung zu rufen. Es wäre ein hochinteressantes Buch geworden.
In den 80er-Jahren wurden die damaligen verantwortlichen Prinzen-Schützen vor ganz neue, erfreuliche Tatsachen gestellt.
Bei genauer Betrachtung und nochmaliger intensivster Durchsicht des „Bentheimschen Archivs“ im Burgsteinfurter Schloss, stellte man fest, dass die Prinzen-Schützen aufgrund einer Erwähnung in einer Rentamtsrechnung von 1490 schon weit vor ihrem bisher angenommenen Gründungsjahr 1517 existiert haben müssen.
Nach heftigen und zum Teil emotional geführten Diskussionen in der Jahreshauptsversammlung des Jahres 1985 beschlossen die Mitglieder, das Jahr 1490 als neues Gründungsjahr für die Gesellschaft anzunehmen.
Die Prinzen-Schützen feierten darauf hin im Jahre 1990 unter der Schirmherrschaft der beiden Ehrenmitglieder Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt und Pfarrer Karl Holthaus das 500-jährige Bestehen. Man ist der festen Überzeugung, dass diese eindrucksvollen Feierlichkeiten noch lange in Erinnerung bleiben werden.
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Die Ehrenmitglieder der Gesellschaft Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt sowie Pfarrer Karl Holthaus übernahmen die Schirmherrschaft des 500-jährigen Bestehens der Gesellschaft.
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Wenn man den bedeutsamen Ereignissen und Geschehnissen der alten Prinzengeschichte Aufmerksamkeit schenkt, fallen zunächst einmal die Jahrhunderte andauernden guten Beziehungen zu den Bentheimschen Grafen und Fürsten in Burgsteinfurt auf, was auch durch verschiedene Dokumente und Urkunden eindrucksvoll bewiesen wird und heute noch durch das gute und freundschaftliche Verhältnis zur Fürstenfamilie zum Ausdruck kommt. So nehmen neben dem Fürsten Christian auch sein Bruder Prinz Reinhard und die Neffen des Ehrenmitgliedes Prinz Ferdinand und Prinz Christoph an dem jährlichen Emmausgang der Prinzen-Schützen teil.
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Bild: Christoph Prinz zu Bentheim und Steinfurt, Ehrenmitglied Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt und Ferdinand Prinz zu Benheim und Steinfurt.
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Diese guten Kontakte zeigen sich weiterhin durch wertvolle Geschenke, die die Grafen und späteren Fürsten neben dem gern getrunkenen „Schüttenbeer“ den Borghorster Prinzen-Schützen machten. So erhielten sie zum Beispiel bei Verfall der Schützenstangen Ersatz vom Fürstenhaus, so geschehen in den Jahren 1851,1896 und 1905. Auch die Laterne, die seit nunmehr über 180 Jahren im Mittelpunkt des jährlichen Emmausganges steht, ist ein Geschenk des Fürsten Alexius Friedrich aus dem Jahre 1823.
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Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass die früheren Grafen zu Bentheim und Steinfurt ein berechtigtes Interesse an einer „gut funktionierenden Schüttenwehr“ hatten, denn sie waren die Schutzvögte des freiweltlich adeligen Damenstiftes zu Borghorst, welches bis zum Jahre 1811 Bestand hatte.
Der heutige Fürst Christian zu Bentheim und Steinfurt stiftete im Jahre 1988 einen neuen Fahnenschrank für die wertvollen „Fahnenschätze“ der Gesellschaft. Er war es auch, der im Jahre 1990 anlässlich der Feierlichkeiten zum 500-jährigen Bestehen einen großen Monolithen stiftete, welcher an der Ecke Dumter Straße/Wiemelfeldstraße einen würdigen Platz fand. Das Fürstenwappen und das Wappen der Prinzen-Schützen sind in diesem „Prinzen-Stein“ –wie ihn die Prinzen-Schützen gerne nennen- kunstvoll eingearbeitet und somit zeigt dieser für ewige Zeiten eindrucksvoll, wie gut auch das heutige Verhältnis zur Fürstenfamilie ist.
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Ehrenmitglied Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt übergibt sein Geschenk aus Anlaß des 500-jährigen Bestehens der Prinzen-Schützen. Der Monolith schmückt nun die Ecke Wiemelfeldstr./Ecke Dumter Straße.
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Die drei Prinzen-Schützen am „Prinzen-Stein“) v. l.: August Brunstermann, Ehrenmitglied Fürst Christian und Wilhelm Woltering.
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Durchleuchtet man weiter die Prinzen-Geschichte, dann darf man auch nicht unerwähnt lassen, dass es auch zu Spaltungen innerhalb der Gesellschaft kam, welche die Menschen der damaligen Zeit gefühlsmäßig sehr stark bewegten.
Die erste Abspaltung erfolgte im Jahre 1601 zwischen den alten (verheirateten) und jungen (unverheirateten) Schützen. Diese beiden Gruppen blieben aber vereint und nannten sich „Gesellenschütten“ und „Manns-Schütten“. Aus letzterer entwickelte sich im vergangenen Jahrhundert die heutige Bürger-Schützengesellschaft.
Im Jahre 1835 kam es bei den „Junggesellenschützen“ oder „Gesellen-Schütten“ zu der folgenschwersten Abspaltung der Patrioten-Schützengesellschaft, woraus eine fast 100 Jahre währende Zwietracht zwischen den Prinzen und Patrioten erwuchs, die die Dorfgemeinschaft arg belastete.
Hass und Abneigung feierten in dieser Zeit Triumph. Besonders traten solche negativen Gefühlsäußerungen an den Musterungstagen der jungen Wehrpflichtigen auf, an denen die Mitglieder beider Gesellschaften als getrennte Gruppen zum Musterungslokal nach Burgsteinfurt marschierten.
Auf dem rückweg entwickelten sich häufig, auf Grund vermehrten Alkoholkonsums, Schlägereien und Raufereien. In den alten Prinzen-Schriften liest man, dass solche Vorkommnisse an der Tagesordnung waren und sogar häufig polizeiliche Strafverfolgungen nach sich zogen. Nach solchen Zwischenfällen wurde seitens der Polizeibehörde oftmals mit Festlichkeitsverboten gedroht.
Erst durch die Industrialisierung in Borghorst, die gemeinsame Arbeitsplätze mit sich brachte, ebenso wie durch den Aufbau der kirchlichen und sportlichen Vereine, den Gewerkschaften und nicht zuletzt durch den 1. Weltkrieg, in dem Patrioten und Prinzen nebeneinander in den Schützengräben der Front für die Heimat kämpften und starben, entstand ein besseres kameradschaftliches Verhältnis.
Beim 400-jährigen Jubelfest der Prinzen, das auf Grund des Krieges erst im Jahre 1920 gefeiert werden konnte, reichten sich der Prinzen- und der Patriotenkönig die Hand, um für ewige Zeiten den Hass und die Zwietracht zu beenden. So besteht zwischen beiden Vorständen und auch den Mitgliedern bis heute ein freundschaftliches Verhältnis. Der gegenseitige Besuch bei den Schützenfesten ist zur Selbstverständlichkeit geworden.
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Die sog. „Verbrüderungsszene“ 1920 zwischen den Patrioten und Prinzen. Die jahrzehntelangen Streitereien zwischen den beiden Gesellschaften sollten mit diesem Handschlag zwischen den Königen beendet werden.
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m Jahre 1902 kam es allerdings nochmals zu einer weiteren Abspaltung der Prinzen-Schützengesellschaft. Das Vereinslokal Kohaus, heute Dömer, besser bekannt unter dem Namen Spliethoff, sollte in die Stadt zum Lokal Dwersteg verlegt werden.
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Das Vereinslokal Spliethoff in den 50-er Jahren
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Einem großen Teil der Mitglieder, insbesondere den Verheirateten , missfiel dieses und sie gründeten einen neuen Schützenverein. Unter der Führung von Andreas Wienker nannte sich der neue Verein „Andreas-Schützengesellschaft“. Im Jahre 1935 übernahm er die Tradition der alten Dumter Schützengesellschaft, die seit dem Jahre 1845 nicht mehr in Erscheinung getreten war. Eine nochmalige Neugründung erfolgte im Jahre 1927 unter dem Namen „Schützengilde Breul“, die die Aktivitäten zum Bedauern der Borghorster Bevölkerung mittlerweile eingestellt hat.
Besondere Beachtung verdienen auch die Königsschildchen an den acht vorhandenen Königsketten der Prinzen-Schützengesellschaft. Neben dem beträchtlichen Silberwert haben diese vor allem einen noch wichtigeren ideellen Wert. Auf diesen Schildchen finden wir Namen von Grafen und Fürsten, Kaufleuten und Fabrikanten, Handwerkern und Beamten, von vielen überzeugten Prinzen-Schützen und Namen längst in Borghorst ausgestorbenen Geschlechter.
Vor allem spiegeln diese Schildchen mit ihren Sinnsprüchen die Geschichte der Prinzen-Schützen und sonstige bemerkenswerte Ereignisse der Zeit wieder. Eine außerordentliche wertvolle „metallene Chronik“. In ausgezeichneter Handwerksarbeit findet man das wieder, was den Menschen ge- bzw. missfiel. Im Jahre 1982 entstand unter Mitwirkung engagierter Prinzen-Schützen das Buch „Jahrhunderte im Bild“. In einem Teil dieses Buches werden die Königsschildchen der Prinzen-Könige in Bild und Wort dargestellt. Es sind Königsschildchen, die Geschichten erzählen.
Ein Ansinnen der heutigen Verantwortlichen ist es, dass auch in Zukunft kein Königsschildchen ohne „Inschrift“ bleiben soll, denn diese Schildchen an den Königsketten und die darauf befindlichen Sprüche geben das Gemüt, den Berufsstolz, den Humor und den Heimatsinn wieder.
Das älteste Königsschild aus dem Jahre 1601 befand sich irrtümlich an der Schützenkette der „Manns-Schütten“, der heutigen Bürger Schützengesellschaft. In einer feierlichen Stunde anlässlich des Schützenfestes der Prinzen-Schützen im Jahre 1994 überreichte der amtierende König der Bürger Schützen Paul Saerbeck - jun.- dem amtierenden König der Prinzen-Schützen, Walter Effing dieses Schildchen.
Gleichzeitig übergab der Prinzenkönig ein Schildchen aus dem Jahre 1654, das sich -ebenfalls irrtümlich- an der Prinzenkönigskette befand, den Bürger Schützen.
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Im Prinzenzelt wurden während des Schützenfestes 1994 die jeweiligen Königsschildchen ausgetauscht. Der König der Bürger-Schützen Paul Saerbeck -jun.- (li.) und der König der Prinzen-Schützen des Jahres 1993 Walter Effing.
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Aus welchem Grunde sich diese beiden Königsschildchen an den jeweils falschen Ketten befanden, konnte der Vorsitzende Helmut Eierhoff -trotz intensivster Recherche- bis heute nicht nachvollziehen. So gelangten diese Schildchen nach über 300-jähriger Odyssee wieder an ihre ursprünglichen Plätze.
Wenn man die Königsschildchen der Gesellschaft als „metallene Chronik“ anspricht, so darf man sicherlich nicht die fünf vorhandenen wertvollen Fahnen der Prinzen vergessen, welche die Wirren und das Gute der Vergangenheit wieder spiegeln. Bedingt hier durch und durch die Witterungseinflüsse bedürfen diese „stummen Zeitzeugen“ der besonderen Pflege und Obhut, will man diese „Schmuckstücke“ noch lange erhalten und den kommenden Generationen überliefern.
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Die Fahne aus dem Jahre 1990. Aus Anlass des 500-jährigen Jubiläums wird die sog. Vorstandsfahne von den Königen überreicht und feierlich vom Ehrenmitglied Pfarrer Holthaus während der Schützenmesse gesegnet.
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Nach einer „kleinen“ Restauration in den 1960er Jahren ließ der Vorstand vier dieser Fahnen im Jahre 1997/1998 einer dringend notwendigen gründlichen Restauration und Aufarbeitung unterziehen. Auch wenn diese, durch einen absoluten Experten durchgeführten Arbeiten Kosten in Höhe von über 15.000 DM verursacht haben, so sind doch alle „Prinzen-Brüder“ stolz auf die erfolgreich durchgeführte Restauration. Die Vereinsfahnen erstrahlten im altbekannten Glanz und in einem äußerst gepflegten Zustand bei den Feierlichkeiten des 175. Emmausganges.
Genau so wie die „Schütten tho Borchorst“ mit der so genannten Pflege der Königsschildchen und der Fahnen umgehen, geht man auch mit der Pflege der überlieferten Bräuche, Sitten und Fest um.
Das jährliche Schützenfest gehört zum „Hauptereignis“ im Jahreskreis der Veranstaltungen. Auf Grund des enormen Wandels der Zeit, der auch vor den Prinzen-Schützen nicht Halt gemacht hat, wird dieses Jahresfest seit dem Jahre 1995 nicht, wie gewohnt am Sonntag vor dem Namensfest Jacobi, sondern an dem Wochenende des Feiertages Fronleichnam gefeiert.
Es war sicherlich nicht einfach, die Prinzen-Schützen von diesem neuen Termin zu überzeugen -einige sind heute noch verärgert-, aber der Zuspruch und die Solidarität wird immer größer und zeigt den Verantwortlichen, dass sie richtig gehandelt haben. Durch den allgemeinen gesellschaftlichen Wandel ergibt sich auch ein veränderter Anspruch an eine Schützengesellschaft, insbesondere hinsichtlich neuer Aufgabenstellungen.
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Jubelkönig aus dem Jahre 1990 Ludger Dwersteg
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Prinzen-König aus dem Jahre 2004 Kai Woltering
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Neben den Aktivitäten zum Jahresfest gibt es im Jahresablauf der Prinzen-Schützen ein breit gefächertes Angebot, wie zu Beispiel das Karnevalsfest, den Seniorentag, das Kinderschützenfest oder den Nachmittag für die Witwen verstorbenen Mitglieder.
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Dieses Foto entstand im Jahre 1990 und zeigt neben dem aktuellen Stadtprinzenpaar aus den Reihen der Prinzen-Schützen Renate und Alfred Heerdt die ehemaligen Stadtprinzen aus unseren Reihen v. l.: Hermann Kölking, Adolf Westkamp, Zeremonienmeister Heiner Schröder, Stadtprinzenpaar Alfred und Renate Heerdt, August Termühlen und Günter Beyer.
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Der Vorstand aus dem Jahre 1984 tritt während der „Herrensitzung“ im Festzelt auf.
Vorne v.l.: Wolfgang Matic, Heinz Bußmann, Franz Hünteler, Herbert Hille und Josef Brands.
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Mit einer sog. „Tanz- und Spielmaschine“ war das Saalprinzenpaar Brigitte Nielazny und Josef Kamer mit dem Vorsitzenden Alfred Janning (li.) im Jahre 1977 von Saal zu Saal unterwegs um insg. über 2.500 DM für soziale Zwecke zu sammeln.
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Schützenfest 1996. Das aktuelle Königspaar Paul und Ruth Brinkert stellt sich mit allen Offiziellen dem Fotografen.
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Einen enorm wichtigen Stellenwert nehmen hier die Aufgaben in sozialen und karitativen Bereichen ein. In den vergangenen 25 Jahren wurde diesbezüglich durch die gesamte „Prinzen-Familie“ Großartiges geleistet. Mehr als 20.000 EURO wurden mit der freundlichen Unterstützung aller Prinzen-Schützen durch verschiedenste Aktionen erwirtschaftet und an soziale und karitative Einrichtungen weitergeben. Was gibt es Schöneres, als in einem geordneten Rahmen die Feste gemütlich zu feiern und gleichzeitig Bedürftigen zu helfen.
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Erwähnenswert ist ebenfalls das gute und intensive Verhältnis der Prinzen-Schützen zur Kirche. Auch hier gibt es jahrhunderte alte, im Glauben verankerter, gute Beziehungen zu den Verantwortlichen in der Kirche, insbesondere zu denen der St. Nikomedes Pfarrkirche. Dieses wird besonders durch die Beteiligung der Prinzen-Schützen and en Pfarrfesten und Prozessionen deutlich und zeigt, dass Kirche und „Schützen“ auf eine uralte Tradition zurückblicken können und damals wie heue eng zusammengehören.
Leider ist das heutige Schützenwesen ein wenig arm an altem Brauchtum geworden. Unerfreulicherweise ist ein oftmals stark materielles Denken in manchen Vereinen und Gesellschaften zu beobachten.
Nichts desto Trotz ist es das Bestreben der Prinzen-Schützengesellschaft Borghorst bzw. der jeweiligen Verantwortlichen, die Tradition fortzuführen, zu erhalten und weiterzugeben.
So wird unter anderem seit dem Jahre 2001 durch den Schützenbruder Helmut Eierhoff das Bild- und Pressearchiv neu überarbeitet. Sämtliche Bilder (insgesamt mehr als 4000 Fotoaufnahmen) wurden und werden mit Bildunterschriften versehen und den einzelnen Ereignissen und Jahren zugeordnet. So ist eindrucksvoll ein Überblick über die Vereinsaktivitäten entstanden und soll den künftigen Generationen erhalten bleiben.
„Altes geerbtes Gut geordnet weitergeben und dabei
nach Möglichkeit überlieferte Traditionen wahren“
das ist das Ziel, das die „Schütten tho Borchorst“ schon seit nunmehr über 500 Jahren und auch weiterhin verfolgen werden. Und das ist gut so!
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